Der Euribor steigt im August auf 2,114 %, die Hypothekenzinsen fallen jedoch weiter.

Der tägliche Euribor lag am letzten Werktag im August bei 2,119 % und schloss den Monat durchschnittlich bei 2,114 %. Dies stellt einen Anstieg gegenüber 2,079 % im Juli und den zweiten monatlichen Anstieg in diesem Jahr dar. Der allgemeine Trend ist jedoch rückläufig, was sich in den niedrigeren Kosten der monatlich oder jährlich angepassten Hypotheken widerspiegelt. Im Jahresvergleich fiel der für die meisten Hypotheken verwendete Index um 33 %.
Im August letzten Jahres lagen die EZB-Zinsen bei rund 3,5 Prozent, verglichen mit den aktuellen 2 Prozent, während die Preise in der Eurozone auf das 2-Prozent-Ziel zusteuerten. Es wird erwartet, dass die EZB ihre Zinssenkungen im September aussetzt, nachdem sie ein Jahr lang Zinssenkungen vorgenommen hatte, die den Euribor leicht nach oben getrieben hatten. Dieser Zeitraum ist auch durch einen Anstieg der Hypothekenkredite gekennzeichnet.
Laut dem Rechner der spanischen Hypothekenvereinigung beträgt die monatliche Rate für eine Hypothek von 160.000 Euro mit einer Laufzeit von 25 Jahren zum Euribor plus einem Prozentpunkt derzeit 768 Euro. Vor einem Jahr lag sie noch bei 858 Euro. Das bedeutet für die Haushalte eine Ersparnis von 90 Euro.
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Wie aus Berichten der spanischen Zentralbank hervorgeht, werden Hypotheken mit variablem Zinssatz derzeit nach unten korrigiert. Gleichzeitig sieht die Bank keine Anzeichen dafür, dass die Banken ihre Kreditvergabestandards lockern.
Ihren Schätzungen zufolge werden die Kosten bei 25,7 % der Hypotheken mit variablem Zinssatz bis zum Jahresende um 50 bis 100 Basispunkte sinken, bei 39,6 % sogar um mehr als 100 Basispunkte. Der Anteil der variablen Zinssätze liegt aktuell bei 59 %, verglichen mit 72 % im Jahr 2021.
Prognosen für Rückgänge bis zum Jahresende„Die Möglichkeit, dass die EZB ihre endgültige Zinssenkung im Jahr 2025 über den September hinaus verschiebt, führt zu einer leichten Erholung des monatlichen Euribor“, sagt Estefanía González, Sprecherin von Kelisto.
Diese Preisvergleichsplattform geht davon aus, dass Hypothekendarlehen, die im September revidiert werden, um 10 Prozent günstiger werden. Sie erwartet außerdem, dass der Euribor zum Jahresende zwischen 1,9 und 2 Prozent liegen wird.
María Matos, Sprecherin von Fotocasa, weist darauf hin, dass das stabile Niveau des Euribor „die Banken dazu ermutigt, sehr wettbewerbsfähige Hypothekenangebote auf den Markt zu bringen“. „Diese Strategie rückt Hypotheken mit festem Zinssatz wieder in den Mittelpunkt, die sich in diesem Jahr erneut als Marktführer positionieren“, fügt sie hinzu.
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