Mit einem Anteil von 35 % sind Hybridautos die meistverkauften Autos in Europa.

Hybridfahrzeuge sind seit zwölf Monaten in Folge die meistverkaufte Fahrzeugkategorie in Europa und machen mittlerweile 34,7 Prozent des kontinentalen Marktes aus. In den ersten sieben Monaten des Jahres stiegen die Verkäufe von Fahrzeugen mit diesem Motor in der gesamten Europäischen Union um 16,7 Prozent auf 2,25 Millionen Einheiten. Im Juli stiegen diese Verkäufe um 14,3 Prozent auf 312.318 Einheiten, wie aus gestern vom Verband der Europäischen Automobilhersteller (ACEA) veröffentlichten Daten hervorgeht. Der Gesamtmarkt ging in den ersten sieben Monaten um 0,7 Prozent auf 6,49 Millionen Einheiten zurück.
Vor genau einem Jahr war Benzin in Europa nicht mehr der bevorzugte Antrieb. Im Juli 2024 lag der Anteil dieses Kraftstoffs an den europäischen Fahrzeugverkäufen bei 33,4 Prozent, der von Hybriden bei 32 Prozent. Von da an kehrte sich die Situation um. Seitdem hielten Hybride monatlich Anteile zwischen 33 und 35,5 Prozent. Im Juli 2025 lag ihr Marktanteil bei 34,2 Prozent.
Spanien ist einer der Märkte, in denen diese Registrierungen am stärksten zugenommen haben, nämlich in diesem Jahr um 30 %.Diese Fahrzeuge haben große Aufmerksamkeit erregt, da sie eine Option mit geringeren CO2-Emissionen als herkömmliche Autos und exakt demselben Tankbedarf darstellen. Tatsächlich reichen ihre Emissionsreduzierungen nicht aus, um die von Brüssel an die Automobilhersteller gesetzten Reduktionsziele zu erreichen (trotz der gemilderten Bußgelder). Ab 2035 ist ihr Verkauf zudem nicht mehr erlaubt. Die Präsidenten von Acea und Clepa, dem Zuliefererverband, haben sich gegen dieses Verbot ausgesprochen. Sie haben der Europäischen Kommission am vergangenen Mittwoch in einem Brief gewarnt, dass die Einhaltung dieses Verbots angesichts der aktuellen Marktbedingungen, der Zölle und der geringen Verbreitung von Elektrofahrzeugen nicht umsetzbar sei.
Bei Hybridfahrzeugen ist Spanien einer der führenden Wachstumsmärkte und zählt mit einem Plus von 30 Prozent zu den vier Märkten mit dem größten Umsatzwachstum. Frankreich verzeichnete ein Umsatzwachstum von 30,5 Prozent, Deutschland von 10,7 Prozent und Italien von 9,4 Prozent.
Manche gewinnen, andere verlieren. So sind die Zulassungen von Benzinautos seit Juli letzten Jahres um 20 % zurückgegangen, was zu einem Marktanteilsverlust von sieben Prozentpunkten führte – von 35,1 % in den ersten sieben Monaten des Jahres 2024 auf kumulativ 28,3 % im Jahr 2025. Den stärksten Absatzrückgang verzeichnete Frankreich mit 33,6 %, gefolgt von Deutschland und Italien. Der Markt für Dieselautos hat sogar noch mehr Gewicht verloren: Von einem Anteil von 26,4 % macht er nun nur noch 9,6 % des Absatzes aus.
Ein weiterer von Acea hervorgehobener Punkt ist, dass batteriebetriebene Elektrofahrzeuge (BEVs) in der EU einen Marktanteil von 15,6 Prozent halten. Drei der vier größten Märkte verzeichneten im Juli Zuwächse: Deutschland mit 38,4 Prozent, Belgien mit 17,6 Prozent und die Niederlande mit einem Wachstum von 6,5 Prozent.
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